Grußwort der Landrätin zum Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ der Region Westthüringen

11. März 2014

Liebe junge Forscherinnen und Forscher,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

auch in diesem Jahr haben sich wieder neugierige Jungen und Mädchen dem Forschen und Erforschen im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht 2014“  gewidmet. 62 Schülerinnen und Schüler haben sich in 42 unterschiedlichsten Projekten versucht und ausprobiert.

Ich bin immer wieder von der Neugier und dem Forscherdrang, der Lust am Experimentieren begeistert. Hier haben wir eindrucksvolle Beispiele, die uns wieder einmal zeigen, wie viel doch noch unerforscht ist und wie viel Neues es noch in den verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen zu entdecken gibt – denn viele Rätsel sind noch nicht gelöst.

Mein besonderer Dank gilt auch der Technischen Universität Ilmenau, die als Gastgeber dieses Regionalwettbewerbs fungiert – denn sie unterstreicht damit in eindrucksvoller Weise die Bedeutung dieser Bildungseinrichtung für junge Forscherinnen und Forscher. Denn die Jungen und Mädchen, die sich jetzt ausprobieren können und in denen die Neugier zum Forschen geweckt wird, werden die Studenten und Absolventen der Zukunft sein.

In Zeiten des demographischen Wandels, in Zeiten des Fachkräftemangels müssen wir im Ilm-Kreis alle Kräfte und Ressourcen aktivieren und bündeln, um mit unserer Region weiterhin wettbewerbsfähig zu sein und auch zu bleiben. Denn ihr, junge Forscherinnen und Forscher, seid unsere Zukunft! Wir haben im Ilm-Kreis schon eine Menge erreicht; beispielhaft möchte ich hierfür das Erfurter Kreuz nennen, an dem sich vielfältige Technologie und Logistik versammelt hat und zukunftsweisende Projekte hervorbringt. Nicht ohne Grund und mit Stolz können wir von der Technologie Region Ilmenau Arnstadt sprechen. Dennoch hält die Zukunft viele Herausforderungen für uns bereit, die es gilt anzupacken.

Und ich sage es ganz deutlich: im Bereich Bildung, sowohl die schulische als auch die berufliche und auch akademische Ausbildung darf in keinster Weise vernachlässigt werden! An Ihr darf nicht gespart werden und sie muss weiterhin höchste Priorität haben! Der Kreis unterstützt deshalb an vielen Stellen Aktivitäten, mit denen wir jungen Menschen ermöglichen, technisch-naturwissenschaftliche Kompetenzen zu erwerben. Beispiele sind die Kindercomputerschule Arnstadt oder die Experimentiermodule einer CO2-freien Energieerzeugung und Nutzung, die vom Solardorf Kettmannshausen erstellt wurde. Diese Module können von den Schulen im Ilm-Kreis ausgeliehen werden, damit Schülerinnen und Schüler spielerisch den Umgang mit Technik und den erneuerbaren Energien erforschen können.

Mit großem Stolz erfüllt mich, dass auch die Abschlusspräsentation von  „Schüler experimentieren“ im Ilm-Kreis stattfindet. Insbesondere Grundschulen sollten die Chance erkennen, mit diesem Wettbewerb die Grundlage zu schaffen, um Schüler an „Jugend forscht“ heranzuführen.

Mit Beiträgen vom Goethe-Gymnasium Ilmenau, dem Gymnasium am Lindenberg, dem Gymnasium Arnstadt sowie der Regelschule Ichtershausen und der Grundschule Ichtershausen sind wir in unserem Landkreis gut aufgestellt. Für den nächsten Wettbewerb wünsche ich mir, dass weitere Grund- und Regelschulen des Ilm-Kreis teilnehmen.

Durch die Gespräche, die ich heute mit den Teilnehmern führen konnte, wurde mir eines wieder klar:

Neugier, Kreativität, Ideen, Mut und Wille, Ehrgeiz, Leidenschaft und kritisches Denken sind der Schlüssel zum Erfolg. „Jugend forscht“ ist ein großartiges Projekt, das auch in Zukunft bestehen muss. Die Netzwerke aus Wissenschaft und Wirtschaft, Schule und Medien sind essentiell für das wirtschaftliche Vorankommen unseres Landkreises und dessen Wachstum, für Fachleute und den Nachwuchs von morgen.

Wir wollen ein attraktiver Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort sein und auch bleiben. Dringend benötigte Fachkräfte müssen in unseren Landkreis kommen wollen; und die Fachkräfte und Spezialisten von morgen sollen hierbleiben wollen. Hier leben und arbeiten. Denn der Ilm-Kreis ist eine lebenswerte Region mit vielen Potenzialen und das macht mich besonders stolz.

Darum möchte ich allen Beteiligten, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Projektverantwortlichen, Helfern, Organisatoren, Verantwortlichen und allen, die diesen Wettbewerb unterstützt und vorangebracht haben, meinen allerherzlichsten Dank aussprechen. Was wir heute hier sehen und miteinander erleben können, ist ein großer Erfolg.

Die heute hier vertretenen Unternehmen, aber auch die, die heute nicht hier sein können, möchte ich ganz gezielt ansprechen und bitten: Suchen Sie hier bei diesem Wettbewerb, suchen Sie im Ilm-Kreis nach Ihrem wissenschaftlich-technischen Nachwuchs. Geben Sie diesen jungen Menschen, die sich so engagiert haben, eine Chance. Sie werden sehen, es wird sich lohen – für Sie, für Ihre Unternehmen und vor allem für die junge Generation des Ilm-Kreises.

In diesem Sinne, verehrte Anwesende, bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit. Vielen Dank.