PM 2014-04-17 Landrätin Petra Enders (DIE LINKE): Gleichbehandlung sichern!

17. April 2014

Petra Enders pocht auf den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn sie von der massiven Unterstützung der Landespolitik hört, deren Protagonisten sich gegenwärtig reihenweise in den Protest der Ostthüringer Bevölkerung gegen eine weitere Stromtrasse drängeln.

„Beim Kampf gegen die 380 kV-Leitung Halle – Schweinfurt haben wir diese Unterstützung nicht kennen lernen dürfen“, sagt die Landrätin des Ilm-Kreis und fügt hinzu: „Das ganze Gegenteil war der Fall. Bis heute fehlt dazu ein Signal. Denn nicht nur an der A 9 kann man von Elektrosmog krank werden, auch an der A 71. Und nicht nur an der A 9 wird Natur und Landschaft zerstört und Lebensqualität beeinträchtigt, sondern im Ilm-Kreis und seinen Nachbarkreisen Hildburghausen und Sonneberg auch“.

Hier stehen allerdings momentan keine Fernsehkameras und Mikrophone bereit, um wählerwirksam Protest zu formulieren. Hier steht aber demnächst die Fortsetzung des Planfeststellungsverfahrens für den 3. Bauabschnitt an. Vom 6. bis zum 9. Mai finden in Goldisthal die Erörterungstermine statt. „Dies“, so Frau Enders weiter, „ wäre eine gute Gelegenheit für die Vertreter der Landesregierung mit Frau Lieberknecht an der Spitze, klar zu machen, dass auch diese Leitung nicht gebraucht wird und der Freistaat Thüringen die Forderung nach einem Moratorium zum Leitungsbau unterstützt“.

Petra Enders macht klar: „Ich unterstütze dieses Moratorium und ich werde auch den Erörterungstermin wahr nehmen und dort darlegen, dass der Ilm-Kreis diese Leitung ablehnt. Nicht allein aus eigener Betroffenheit sondern vor allem, weil diese Leitung für die Energiewende, für die Durchleitung von Windstrom, nicht gebraucht wird, sondern als Kohlestromleitung die Energiewende verhindert“.

Die Kreisverwaltung hat zudem ihre ablehnende Haltung zum Trassenbau damit begründet, dass der denkmalgeschützte Rennsteig bei der Kammquerung des Thüringer Waldes nachhaltig in weiten Teilen zerstört wird und desweiteren methodische und fachliche Mängel bei der Bewertung der Eingriffe in die Schutzziele des Landschaftsschutzgebietes vorliegen.