„Zeit für mehr Solidarität! Viel erreicht – und noch viel vor!“

3. Mai 2016
  1. Mai 2016 beim DGB

„Zeit für mehr Solidarität! Viel erreicht – und noch viel vor!“, so lautete das Motto der diesjährigen Veranstaltung zum 01. Mai des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Veranstaltungen zum 01. Mai sind politische Veranstaltungen.

Die Landrätin redete auf der Veranstaltung und bedankte sich bei Herrn Dr. Eberhardt Dittmar, Rolf Macholdt, Norbert Zeike und Dr. Uwe Holzbecher für deren Engagement.

Zwei Dinge lagen ihr besonders am Herzen: Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und der Umgang mit den im Ilm-Kreis ankommenden Flüchtlingen.

Zum Ersten: Wir haben im Kreis mit Unterstützung der Landesregierung vor wenigen Wochen ein Modellprojekt unter dem Motto: „Mehr wert sein, Mehrwert schaffen!“ auf den Weg gebracht. Durch dieses Projekt wird es Langzeitarbeitslosen Menschen wieder möglich, einen Einstieg ins Arbeitsleben zu bekommen, wieder eine berufliche Perspektive und Zukunft zu haben. Und das ist sehr wichtig!

Es gibt so viel gesellschaftliche wichtige und notwendige Arbeit im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich. Wie oft bleibt diese unerledigt?

So haben ab 01. April einige Menschen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, um bei Ilmenau zu bleiben, in der Tafel, im Mehrgenerationenhaus, im Tierheim oder beim Kreissportbund aufgenommen.

Zum Zweiten: Die Menschen, um die es hier geht, die Flüchtlinge, sind vor Krieg, Gewalt, Hunger und Not aus ihren Heimatländern geflohen um bei uns Zuflucht und Sicherheit zu finden. Jetzt ist es unsere Aufgabe, die Flüchtlinge in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Unsere demokratische Grundordnung und das verbriefte Recht auf Asyl sind dafür der rechtliche Rahmen. Aber es ist auch eine Frage der Humanität und der Menschlichkeit sich dieser Aufgabe zu stellen und Menschen in Not zu helfen. Keine Chance dürfen Hetzer, Rassisten und alte oder neue Nazis haben. Es kann und darf nicht sein, dass mit dem Export deutscher Waffen in die Krisengebiete dieser Welt Geld verdient und Maximalprofite erzielt werden und damit die Fluchtgründe vergrößert werden.

Der DGB hat seinen Aufruf zum diesjährigen 1. Mai mit der Überschrift „Zeit für mehr Solidarität“ überschrieben. Nehmen wir uns die Zeit!

Handeln wir, so wie es im Aufruf steht, gegen Krieg und Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus!