Ilm-Kreis-Kliniken: “Regionaler und auch überregionaler Gesundheitsversorger.” Ministerin Werner zu Besuch bei den Ilm-Kreis-Kliniken am Standort Arnstadt

16. Dezember 2015

 

Mit ihren beiden Standorten in Arnstadt und Ilmenau sind die Ilm-Kreis-Kliniken der größte Gesundheitsversorger im Ilm-Kreis. Zu 100 % in der Hand des Kreises, gewährleistet dieses kommunale Krankenhaus die wohnortnahe, aber auch überregionale medizinische Versorgung für Diagnostik und Therapie. Am vergangenen Montag besuchte Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie die Ilm-Kreis-Kliniken am Standort in Arnstadt. Vor Ort konnte sie sich ein Bild von der Struktur und der Arbeit des Krankenhauses machen. Konstruktive Gespräche mit der Klinikleitung, Landrätin Petra Enders und anderen Gästen sowie ein Rundgang durch ausgewählte Klinikbereiche umrahmten den Besuch der Ministerin.

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Ministerin Heike Werner und Landrätin Petra Enders in der Klinik der Kinder- und Jugendmedizin der Ilm-Kreis-Kliniken am Standort Arnstadt unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Stein.

Mit 402 Betten insgesamt, ca. 24.000 stationären und 35.000 ambulanten Behandlungen im Jahr sind die Ilm-Kreis-Kliniken an den Standorten Arnstadt und Ilmenau der größte Gesundheitsversorger im Ilm-Kreis. Das wir ein kommunales Haus sind - darauf bin ich stolz. Die knapp 800 Mitarbeiterinnen und Auszubildenden leisten tagtäglich eine verlässliche und gute Arbeit. Dafür meinen herzlichen Dank. Auch als Ausbildungs- und potenzieller Arbeitgeber genießen die Kliniken einen guten Ruf über die Kreisgrenzen hinaus. 21 Azubis konnten im vergangenen neu Jahr eingestellt werden.Beim gestrigen Besuch von Heike Werner, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie konnten verschiedene Bereiche unserer Kliniken besichtigt werden. Darunter die Kinder- und Jugendmedizin, die Notfallambulanz, das Herzkatheterlabor, die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Neonatologie inklusive einer Stippvisite eines Kreissaals. Hier angesprochen: es werden auch im Ilm-Kreis wieder mehr Kinder geboren.

Problematisch ist die “gefühlte” Versorgung der Bevölkerung durch niedergelassene Fach-und Hausärzte. Vieles, was dort nicht mit abgedeckt wird, übernimmt die Klinik. Dies zeige sich besonders in der Notaufnahme, in der nicht jeder Notfall auch immer einer sei. In diesem Zusammenhang verwies die Ministerin darauf, dass man im Ministerium um die ambulante Versorgung der Krankenhäuser und die damit einhergehenden Probleme wisse.

Hans-Peter Stadermann

Landrätin Petra Enders mit Gesundheitsministerin Heike Werner und Chefarzt Dr. med. Gastmann im Herzkatheterlabor der Ilm-Kreis-Kliniken.

Dass sie ein Faible für kommunale Krankenhäuser habe, gab die Ministerin mit einem Lächeln zu – denn sie haben den Gesamtblick auf die Region, was sie auch den Ilm-Kreis-Kliniken bescheinigte, die sehr zeitig damit begonnen hätten, Doppelstrukturen aufzulösen. Man wolle alle Krankenhäuser im Freistaat erhalten, sei das Ziel im Ministerium. Trotz allem vielem Positiven und freundlicher Worte wurden aber auch Kritik und Bedenken seitens des Krankenhauses an die Ministerin herangetragen. Die kommende Krankenhausreform und ihre Auswirkungen – vor allem für kleinere Abteilungen – wurde angesprochen, wie auch fehlende bzw. unzureichende Investitionen des Freistaates und die nicht zu bremsenden Kostenentwicklungen.