Offizielle Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zum Rennsteig-Ticket – “Endlich ist der Weg frei zum Start des Fahrplanwechsels am 13.Dezember 2015″

13. Oktober 2015

Landrätin Petra Enders: „Ein starker Tourismus funktioniert nur gemeinsam. Attraktivität der Region erhöhen und Akzeptanz der Kurtaxe steigern

Die notwendigen Kommunalbeschlüsse zur Beteiligung am Rennsteig-Ticket und zur Einführung des elektronischen Meldescheinsystems haben die Gemeinden in den letzten Wochen gefasst. Die meisten von ihnen haben auch Ihre Kurbeiträge erhöht. Mit den Kommunalbeschlüssen sind die Bürgermeister nun legitimiert, die Kooperation zum Rennsteig-Ticket zu schließen. Diese wurde am Montag offiziell am Bahnhof Rennsteig unterzeichnet.

Rennsteig-Ticket 2Landrätin Petra Enders, eine der Hauptinitiatoren des Modells „Rennsteig-Ticket“ sagt: „Ein starker Tourismus funktioniert nur gemeinsam“ und spielt damit auch auf die zum Teil großen Mühen und vielen Gespräche der vergangenen Monate an, als es darum ging, potenzielle Partner im Bereich Touristik und ÖPNV für die Idee des gemeinsamen Rennsteig-Tickets zu gewinnen. Enders dazu weiter: „Wir müssen unsere touristischen Potenziale nutzen, nicht zuletzt, um im harten touristischen Wettbewerb zu bestehen. Nun endlich machen wir das, was andere Bundesländer uns seit Jahren vorleben und mit Erfolg praktizieren! Ich bin sehr froh, 11 Städte und Gemeinden sowie die verantwortlichen ÖPNV-Unternehmen aus dem Ilm-Kreis und dem Landkreis Hildburghausen für dieses Modell-Projekt gewonnen zu haben. Wir sind bereit, diesen Weg gemeinsam zu gehen.“

Die Idee: Öffentlichen Nahverkehr, Bus- und Bahn-Angebote für Übernachtungsgäste finanziert über die Kurtaxe im Rahmen einer Gästecard kostenfrei anbieten. Aus dieser Idee wird nun Wirklichkeit.

Mit dem Rennsteig-Ticket können die Überachtungsgäste der beteiligten 11 Gemeinden (Großbreitenbach, Altenfeld, Neustadt a.R., Frauenwald, Schmiedefeld a.R., Stützerbach, Gehlberg, Frankenhain, Manebach, Schleusegrund und Nahetal-Waldau) zukünftig die Rennsteig-Busse zwischen Oberhof und Masserberg und zwischen Suhl und Ilmenau in der Biosphärenregion nutzen sowie auf dem Abschnitt von Ilmenau zum Bahnhof Rennsteig den RennsteigShuttle am Wochenende.

„Das Rennsteig-Ticket stellt ein neues, attraktives Service- und Mobilitätsangebot für die Gäste in der Region dar und wird die Wettbewerbsfähigkeit der touristischen Destination „Thüringer Wald“ verbessern. Durch die wesentliche Vereinfachung erhöht sich die Bereitschaft zur Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs, so Landrätin Enders weiter.

Touristische Leistungsträger können die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs ohne weitere Vergütung in ihre Angebote integrieren. Das „Rennsteig-Ticket“ leistet weiterhin einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Tourismus in Verbindung mit nachhaltiger Mobilität in der Region des UNESCO-Biosphärenreservates Vessertal-Thüringer Wald. Petra Enders: „All diese Bündel an Maßnahmen werden die Attraktivität der Region erhöhen und die Akzeptanz der Kurtaxe steigern“, ist sich Petra Enders sicher.

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Hintergrund:

Der Kooperationsvertrag regelt, dass die Gemeinden zukünftig 37 Cent pro Übernachtungsgast an den Verband Bus und Bahn Thüringen e.V. abführen. Die Erfassung der Übernachtungszahlen erfolgt mit dem elektronischen Meldescheinsystem (das ebenfalls bis zum 13.12.2015 noch aufgebaut wird).

Der Verband Bus und Bahn Thüringen e.V. wird die Gelder dann nach einem Verteilerschlüssel an die beteiligten Verkehrsunternehmen weiterleiten. Der Kooperationsvertrag regelt auch, welches Liniennetz die Gäste zukünftig mit der Gästekarte mit integriertem Rennsteig-Ticket nutzen können.

 

Vertragspartner sind:

Der Verband Bus und Bahn Thüringen e.V. (als Dachverband der Verkehrsunternehmen)

Die Landkreise Hildburghausen und Ilm-Kreis als Träger des ÖPNV

Die 6 Verkehrsunternehmen: MBB (Meininger Busbetriebs GmbH), IOV (Ilmenauer Omnibusverkehrsgesellschaft) , RBA (Regionalbus Arnstadt), Firma Ilchmann, Transdev (Werrabus im Landkreis Hildburghausen) und die Erfurter Bahn

Die 11 Kommunen (Großbreitenbach, Altenfeld, Neustadt a.R., Frauenwald, Schmiedefeld a.R., Stützerbach, Gehlberg, Frankenhain, Manebach, Schleusegrund und Nahetal-Waldau)